Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für die Nutzung der Software-as-a-Service-Anwendung „Leadesk“ der Leadesk UG (haftungsbeschränkt) (nachfolgend „Anbieter“) durch Unternehmer im Sinne des § 14 BGB (nachfolgend „Kunde“). Verbraucher im Sinne des § 13 BGB sind vom Angebot ausgeschlossen. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich schriftlich zustimmt.

2. Vertragsgegenstand & Leistungen

Der Anbieter stellt dem Kunden eine cloudbasierte Suite für LinkedIn- und Instagram-Outbound, Content-Erstellung, CRM und Projektabwicklung („Delivery“) sowie damit verbundene KI-gestützte Funktionen zur Nutzung über das Internet bereit. Der konkrete Funktionsumfang und die Nutzungsgrenzen richten sich nach dem vom Kunden gewählten Plan. Der Anbieter entwickelt die Anwendung fortlaufend weiter; einzelne Funktionen können sich ändern, ergänzt oder eingestellt werden.

3. Vertragsschluss & Testphase

Mit der Registrierung kann der Kunde eine kostenlose Testphase mit vollem Funktionsumfang nutzen. Nach Ablauf der Testphase wechselt das Konto auf den kostenlosen Plan oder – bei aktiver Wahl – auf einen kostenpflichtigen Plan. Eine automatische kostenpflichtige Abrechnung ohne aktive Planwahl des Kunden findet nicht statt. Der Vertrag kommt mit Freischaltung des Kontos bzw. Bestätigung des gewählten Plans zustande.

4. Nutzungsrechte

Der Anbieter räumt dem Kunden für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares Recht zur bestimmungsgemäßen Nutzung der Anwendung ein. Eine Weitergabe der Zugänge an Dritte außerhalb des Kunden-Teams ist nur im Rahmen der jeweiligen Plan-Bedingungen (z.B. Team-/Whitelabel-Funktionen) gestattet.

5. Mitwirkungspflichten des Kunden

Der Kunde stellt die für die Nutzung erforderlichen technischen Voraussetzungen (Internetzugang, aktueller Browser) selbst bereit. Er hält seine Konto- und Stammdaten aktuell, schützt seine Zugangsdaten vor dem Zugriff Dritter und benennt bei Bedarf einen verantwortlichen Ansprechpartner. Störungen oder Mängel zeigt der Kunde dem Anbieter unverzüglich und möglichst konkret an. Für die Rechtmäßigkeit der von ihm eingebrachten Inhalte und Daten sowie für deren Sicherung ist der Kunde selbst verantwortlich (siehe Ziff. 13).

6. Pflichten des Kunden & zulässige Nutzung

Der Kunde nutzt Leadesk ausschließlich im Einklang mit geltendem Recht und den Nutzungsbedingungen der angebundenen Plattformen (insbesondere LinkedIn und Instagram). Der Kunde ist für die von ihm über Leadesk verarbeiteten Kontakt- und Kommunikationsdaten datenschutzrechtlich Verantwortlicher und stellt insbesondere die erforderlichen Rechtsgrundlagen für seine Ansprache (z.B. berechtigtes Interesse oder Einwilligung) sicher. Untersagt sind insbesondere das Versenden rechtswidriger, belästigender oder irreführender Inhalte, Spam, die Umgehung von Plattform-Limits sowie die Nutzung für rechtswidrige Zwecke. Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim.

7. Freistellung

Verstößt der Kunde gegen gesetzliche Vorschriften, Rechte Dritter oder die Bedingungen angebundener Plattformen, stellt er den Anbieter von allen daraus resultierenden Ansprüchen Dritter auf erstes Anfordern frei; dies umfasst auch die angemessenen Kosten der notwendigen Rechtsverteidigung. Der Anbieter informiert den Kunden über solche Ansprüche und überlässt ihm, soweit rechtlich möglich, die Verteidigung.

8. Preise & Credits

Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung angegebenen Preise, sofern nicht anders vereinbart netto zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer. Bestimmte KI-gestützte Funktionen werden über ein Credit-Modell abgerechnet; Umfang und Verbrauch richten sich nach dem Plan. Einzelheiten unter Preise. Preisänderungen für laufende Abonnements teilt der Anbieter mit angemessener Frist vor Beginn des nächsten Abrechnungszeitraums mit.

9. Zahlungsbedingungen & Verzug

Die Abrechnung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe. Kostenpflichtige Pläne sind im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum (monatlich oder jährlich) fällig. Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, gelten die gesetzlichen Verzugszinsen (§ 288 BGB); der Anbieter ist zudem berechtigt, den Zugang nach vorheriger Ankündigung einzuschränken oder auszusetzen.

10. Aufrechnung & Zurückbehaltung

Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht steht ihm nur wegen Ansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis zu.

11. Laufzeit & Kündigung

Kostenpflichtige Abonnements verlängern sich jeweils um den gewählten Abrechnungszeitraum, sofern sie nicht rechtzeitig gekündigt werden. Monatliche Abonnements sind zum Ende des jeweiligen Monats, jährliche zum Ende der jeweiligen Laufzeit kündbar. Die Kündigung ist in den Kontoeinstellungen möglich. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

12. Verfügbarkeit & Wartung

Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der Anwendung, schuldet jedoch – vorbehaltlich individueller Vereinbarungen – keine bestimmte Verfügbarkeitsquote. Geplante Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten durchgeführt. Kurzfristige Einschränkungen durch Störungen bei Dritt-Diensten (z.B. LinkedIn, KI-Anbieter, Zahlungsdienstleister) liegen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters.

13. Rechte an Inhalten & Daten, Datensicherung

Vom Kunden eingebrachte Inhalte und Daten verbleiben in seinem Eigentum. Der Anbieter verarbeitet diese ausschließlich zur Vertragserfüllung und nach Weisung des Kunden (siehe AV-Vertrag). Mit KI-Funktionen erzeugte Ergebnisse darf der Kunde im Rahmen seines Geschäftsbetriebs frei nutzen. Der Kunde ist für die Sicherung seiner Daten selbst verantwortlich und kann seine Inhalte über die Exportfunktionen der Anwendung ausleiten. Nach Vertragsende stellt der Anbieter die Daten für einen angemessenen Zeitraum zum Export bereit und löscht sie anschließend nach Maßgabe des AV-Vertrags.

14. Vertraulichkeit

Die Parteien behandeln vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei, die als solche gekennzeichnet oder erkennbar sind, vertraulich und nutzen sie nur zu Vertragszwecken. Ausgenommen sind Informationen, die öffentlich bekannt sind oder aufgrund gesetzlicher oder behördlicher Verpflichtung offengelegt werden müssen. Die Pflicht gilt über das Vertragsende hinaus fort.

15. Datenschutz

Einzelheiten zur Verarbeitung personenbezogener Daten regeln die Datenschutzerklärung sowie der Auftragsverarbeitungsvertrag.

16. Gewährleistung

Es gelten die gesetzlichen Vorschriften mit der Maßgabe, dass eine unerhebliche Minderung der Nutzbarkeit außer Betracht bleibt. Der Anbieter behebt gemeldete, reproduzierbare Mängel innerhalb angemessener Frist.

17. Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen. Nicht in den Verantwortungsbereich des Anbieters fallen Folgen der vom Kunden veranlassten Aktivitäten auf Drittplattformen, insbesondere Einschränkungen oder Sperrungen von LinkedIn-/Instagram-Konten aufgrund der vom Kunden gesteuerten Nutzung; das Risiko der Vereinbarkeit seiner Aktivitäten mit den jeweiligen Plattform-Bedingungen trägt der Kunde. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

18. Höhere Gewalt

Ereignisse höherer Gewalt, die dem Anbieter die Leistung wesentlich erschweren oder unmöglich machen (z.B. Naturereignisse, Streik, Ausfälle von Vorleistern oder Netzbetreibern, behördliche Maßnahmen, großflächige Cyberangriffe), entbinden die betroffene Partei für die Dauer der Störung von der Leistungspflicht. Schadensersatzansprüche wegen der hierdurch bedingten Verzögerung bestehen insoweit nicht.

19. Änderungen der AGB

Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, sofern dies aus triftigem Grund (z.B. geänderte Rechtslage, neue Funktionen) erforderlich ist. Änderungen werden dem Kunden mit angemessener Frist mitgeteilt und gelten als genehmigt, wenn der Kunde nicht innerhalb der genannten Frist widerspricht; auf diese Folge wird der Anbieter gesondert hinweisen.

20. Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ausschließlicher Gerichtsstand für Streitigkeiten mit Kaufleuten ist – soweit gesetzlich zulässig – Aschaffenburg. Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag darf der Kunde nur mit vorheriger Zustimmung des Anbieters auf Dritte übertragen. Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform; mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

Stand: August 2026